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Per 14. November 2026 stellt der Schweizer Finanzplatz den Zahlungsverkehr auf die ISO 20022 Version 2019 um. Für Unternehmen, die Zahlungsdateien aus Abacus exportieren oder über eine Schnittstelle an ihre Bank übermitteln, kann dadurch Handlungsbedarf entstehen. Je nach eingesetzter Abacus Version sind ein Update und/oder eine manuelle Anpassung notwendig.

Die bisherige Version wird ab dem 14. November 2026 nicht mehr unterstützt. Zahlungsdateien im bisherigen Format werden von Finanzinstituten voraussichtlich nicht mehr akzeptiert. Damit der Zahlungsverkehr auch nach der Umstellung weiterhin reibungslos funktioniert, sollten Unternehmen ihre Abacus Installation deshalb rechtzeitig überprüfen und notwendige Anpassungen bis spätestens 13. November 2026 vornehmen.

Welche Bereiche sind von der Umstellung betroffen?

Die Änderung betrifft grundsätzlich Abacus Applikationen, mit denen Zahlungsdateien erstellt und an Finanzinstitute übermittelt werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Lohnbuchhaltung
  • Kreditorenbuchhaltung
  • Debitorenbuchhaltung
  • Finanzbuchhaltung, beispielsweise für Zinsauszahlungsläufe
  • Electronic Banking

Welche Massnahmen konkret erforderlich sind, hängt von der eingesetzten Abacus Version, dem jeweiligen Hotfix-Stand sowie den vorgenommenen Einstellungen ab.

Was ändert sich mit ISO 20022 Version 2019?

Mit der Umstellung kommt für Zahlungsaufträge das neue Format zum Einsatz. In Abacus wird über die Einstellung «Zahlungsversion» in den Firmenzahlstellen gesteuert, welche Version für Zahlungs- und Einzugsaufträge verwendet wird.

Bei neueren Abacus Versionen wurde die Standard-Zahlungsversion teilweise bereits automatisch auf das neue Format umgestellt. Bei älteren Versionen oder individuell definierten Einstellungen kann hingegen eine manuelle Anpassung oder ein Update notwendig sein.

Welcher Handlungsbedarf besteht?

Abacus Version 2026

Ab dem Release vom 15. Februar 2026 wurde die Standard-Zahlungsversion automatisch auf das neue Format pain.001.001.09 umgestellt.

Wurde jedoch eine individuelle Zahlungsversion definiert und nicht der Banking Standard verwendet, sollte die Einstellung überprüft werden. Gegebenenfalls ist eine manuelle Anpassung notwendig.

Abacus Version 2025

Bei Abacus Version 2025 hängt der Handlungsbedarf vom installierten Hotfix ab.

Hotfix vom 15. November 2025 oder neuer

Die Standard-Zahlungsversion wurde bereits automatisch auf das neue Format umgestellt. Wird «Banking Standard» oder «SIX V2.0.1» verwendet, ist grundsätzlich keine Anpassung notwendig. Individuell konfigurierte Einstellungen sollten dennoch überprüft werden.

Release bis und mit Hotfix vom 15. Oktober 2025

In diesem Fall muss die Zahlungsversion bei der Firmenzahlstelle manuell angepasst werden.

Abacus Version 2024

Ab dem Release vom 15. Februar 2024 steht die notwendige Zahlungsversion zur Verfügung. Die Zahlungsversion muss jedoch manuell bei der Firmenzahlstelle angepasst werden.

Abacus Version 2023

Ab dem Hotfix vom 15. März 2024 kann die notwendige Anpassung vorgenommen werden. Die Zahlungsversion muss manuell bei der Firmenzahlstelle umgestellt werden.

Bei einem älteren Stand bis und mit Hotfix vom 15. Februar 2024 muss mindestens der Hotfix vom 15. März 2024 installiert und anschliessend die entsprechende Anpassung vorgenommen werden.

Abacus Version 2022

Für die Abacus Version 2022 ist mindestens der Hotfix vom 15. November 2023 erforderlich. Anschliessend muss die Zahlungsversion manuell angepasst werden.

Bei Installationen mit einem Stand bis und mit Hotfix vom 15. Oktober 2023 ist deshalb zunächst die Installation eines neueren Hotfixes erforderlich.

Abacus Version 2021 und älter

Bei Abacus Versionen bis und mit 2021 ist ein Versionsupdate erforderlich, damit das neue Zahlungsformat erstellt werden kann. Anschliessend müssen die notwendigen Einstellungen für die neue Zahlungsversion vorgenommen werden.

Abacus empfiehlt grundsätzlich den Einsatz einer aktuell unterstützten Version. Derzeit sind dies die Versionen 2024, 2025 und 2026.

Besonderheit bei der Datenübermittlung über EBICS

Unternehmen, die ihre Zahlungsdaten über EBICS im Abacus Electronic Banking übermitteln, müssen zusätzlich die eingesetzte EBICS-Version beachten.

Für die Übermittlung ist eine Umstellung auf EBICS 3.0 erforderlich. EBICS 3.0 steht ab Abacus Version 2024 zur Verfügung. Nach der Umstellung sollte zudem überprüft werden, ob die korrekte Auftragsart in Abacus aktiviert ist und von der jeweiligen Bank unterstützt wird.

Bei den Abacus Versionen 2022 und 2023 können Zahlungsdaten im neuen Format lediglich exportiert werden.

Manuelle Anpassung der Zahlungsversion

Ist aufgrund der eingesetzten Abacus Version eine manuelle Anpassung notwendig, erfolgt diese in den «Firmenzahlstellen».

Unter dem Reiter «Formate» befindet sich die Einstellung für die «Zahlungsversion».

Bei Abacus Version 2025 mit Hotfix vom 15. November 2025 oder neuer wird mit den Einstellungen «Banking Standard» oder «SIX V2.0.1» bereits das aktuelle Format verwendet. Eine Anpassung ist grundsätzlich nicht erforderlich, sofern die Einstellung nicht manuell auf «SIX V1.0.1» geändert wurde.

Bei älteren Abacus Versionen müssen Firmenzahlstellen mit einer Schweizer IBAN bis zum Stichtag auf «SIX V2.0.1» umgestellt werden, damit die korrekte Zahlungsversion verwendet wird.

Sind mehrere Firmenzahlstellen betroffen, steht zudem eine Globalmutation zur Verfügung. Damit kann die Zahlungsversion für mehrere Firmenzahlstellen gleichzeitig aktualisiert werden.

Sie sind unsicher, ob Ihre Abacus Installation von der Umstellung betroffen ist oder welche Anpassungen bei Ihnen notwendig sind?

Unser Beratungsteam sowie unser Customer Service unterstützen Sie gerne bei den notwendigen Anpassungen.