Das Zürcher Metallbauunternehmen Ernst Schweizer hat das MAG 2.0 digital Anfang 2025 erfolgreich eingeführt. Eine Umfrage nach der ersten Runde «neuer» Mitarbeitendengespräche zeigt: Die Lösung kommt gut an und wird als hilfreich empfunden, sowohl von Vorgesetzten wie von Mitarbeitenden.
Die Ausgangslage
«Schluss mit ewig gleichen Gesprächsthemen»
Die Ernst Schweizer AG ist ein innovatives Metallbauunternehmen mit Sitz im zürcherischen Hedingen. Zum breiten Sortiment rund ums Bauen zählen etwa Fenstersysteme, Briefkästen und Paketboxen sowie Montagesysteme für Solarenergie. 2024 entschied sich die Firma, die alten Mitarbeitendenbeurteilungen abzuschaffen und auf das MAG 2.0 digital zu setzen. «Das alte System mit den ewig gleichen Themen war too much, wir ertranken förmlich darin», so Daniela Zwahlen, HR Business Partner. «Im Zuge unserer Digitalisierungsstrategie hat das digitale MAG 2.0 dann sehr gut gepasst für uns.»
Die Implementierung
«Integration in HR-Plattform MyAbacus»
Das MAG 2.0 digital kann aktuell in allen Unternehmen umgesetzt werden, welche die HR-Suite von Abacus nutzen. Diese Voraussetzung erfüllte Ernst Schweizer. Gemeinsam mit dem Implementierungspartner Customize wurde das MAG 2.0 digital ins Mitarbeitendengesprächsmodul von Abacus integriert und auf die individuellen Bedürfnisse von Ernst Schweizer angepasst. Nebst dem digitalen Workflow, bei dem sich sowohl Vorgesetzte wie Mitarbeitende am PC auf das Gespräch vorbereiten, wurde ein zweiter, hybrider Workflow für Mitarbeitende ohne PC-Arbeitsplatz entwickelt. Hier erhalten beispielsweise Produktionsmitarbeitende ihr Vorbereitungsformular in ausgedruckter Form. Nach dem Gespräch erfasst die vorgesetzte Person die wichtigsten Punkte des Mitarbeitenden im System, so dass am Ende allen wichtigen Informationen sauber erfasst sind. Das Mitarbeitendengespräch selbst findet immer persönlich statt, auch bei Mitarbeitenden mit PC.
Nach einer initialen Schulung des HR-Teams übernahmen es Daniela Zwahlen und ihre Kolleg:innen selbst, die Vorgesetzten zu schulen. Die Mitarbeitenden wurden an den verschiedenen Schweizer Standorten über den neuen Ablauf informiert. Weitere detaillierte Informationen – zum Beispiel zum ausgewählten Jahresthema – wurden als Videos direkt auf der HR-Plattform angeboten.
Messbare Erfolge
«Verbesserungen gegenüber früher klar bestätigt»
Die Umstellung auf den digitalen Workflow erwies sich für einige Führungskräfte als anspruchsvoll und erforderte eine sorgfältige Begleitung. «Was muss ich jetzt machen? Solche Telefonate gab es einige», erinnert sich Daniela Zwahlen. «Das ist wie bei jeder neuen Software: Es braucht erst mal etwas Zeit, bis sich alle daran gewöhnt haben.» Die im Sommer 2025 durchgeführte Umfrage bei Vorgesetzten und Mitarbeitenden zeigte dann aber, dass das MAG 2.0 digital insgesamt positiv aufgenommen wurde. Hervorgehoben wurden insbesondere die gehaltvolleren, individuellen Gespräche im Vergleich zum alten Beurteilungssystem. «Sowohl Mitarbeitende wie Vorgesetzte bringen Themen ein und beurteilen die Gesamtzufriedenheit mit der Zusammenarbeit gegenseitig – das führt zu einem Dialog auf Augenhöhe und wird auch unsere Führungskultur voranbringen», ist Zwahlen überzeugt. Gespräche mit Mitarbeitenden in Deutschland und Österreich wurden der Einfachheit halber online geführt, was ebenfalls gut funktionierte. «Wir lassen das System jetzt erst mal laufen und werden dann nochmals alle schulen», sagt Zwahlen. Ihr Ziel ist klar: Die Philosophie des MAG 2.0 soll möglichst nachhaltig implementiert werden.
«Die Umstellung aufs MAG 2.0 digital war eine gute Entscheidung. Struktur und Aufbau sind einfach verständlich und die grossen Themenvielfalt ermöglicht gehaltvolle und individuelle Gespräche.»
Daniela Zwahlen
HR Business Partner, Ernst Schweizer AG



